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"Jungen sind halt so, Mädchen sind halt so" - ein Blick auf die Biologie und gesellschaftliche Debatten mit Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voss

LAG Jungen- und Männerarbeit Sachsen e.V.
Dr.-Friedrich-Wolf-Str. 2
01097 Dresden
60,00 EUR

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Im Seminar wenden wir uns verbreiteten biologischen Theorien zur Geschlechtsentwicklung, zu Sexualität und Reproduktion zu. Dabei nehmen wir zunächst historische biologische Theorien in den Blick, um uns anschließend u. a. mit den chromosomalen und genetischen Theorien der Geschlechtsdetermination, mit Evolutionstheorien und mit biologischer Theoriebildung zur Sexualität zu befassen.

Die Betrachtung der biologischen Theorien erfolgt dabei eingebunden in den jeweiligen zeitgenössischen gesellschaftlichen Kontext. Uns interessieren Fragen wie: Warum bezogen sich Personen, die sich um 1900 für die Emanzipation von Frauen aussprachen, positiv auf die Evolutionstheorien Darwins? Wie erklären biologische Theorien die vielfältigen Entwicklungen des Genitaltraktes und wird durch diese Feststellung dennoch nicht die Fortpflanzung des Menschen als Gattungseigenschaft negiert?

Zum Abschluss thematisieren wir, wie die entsprechenden Inhalte zur geschlechtlichen Vielfalt verständlich mit verschiedenen Zielgruppen behandelt werden können.

Ziel des Seminars ist es, die geschlechterreflektierende und vielfaltsorientierte Arbeitsweise von Fachkräften in pädagogischen Settings durch Wissen zur Biologie von Geschlecht(lichkeiten) zu stärken.

Zur Vorbereitung des Seminars (fakultativ): Voß, Heinz-Jürgen (2018, 4. Auflage): Geschlecht: Wider die Natürlichkeit. Stuttgart: Schmetterling-Verlag.

Zielgruppe: Eingeladen sind Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe und am Thema Interessierte

Kosten: Die Seminargebühr beträgt 60 Euro

Ort: LAG Jungen- und Männerarbeit Sachsen e.V. / Dr. Friedrich Wolf-Str. 2 / 01097 Dresden

Zeit: 23.11.18 / 10 Uhr – 17 Uhr

Kontakt: Benjamin Donath / Bildungsreferent

0351/79200687 oder benjamin.donath@juma-sachsen.de

Biografische Informationen:

Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß: Studium der Diplom-Biologie in Dresden und Leipzig. Promotion 2010 zur gesellschaftlichen Herstellung biologischen Geschlechts in Bremen. Seit Mai 2014 Professur für Sexualwissenschaft und sexuelle Bildung an der Hochschule Merseburg, gefördert im Rahmen der BMBF-Förderlinie Sexuelle Gewalt in pädagogischen Kontexten. Forschungsschwerpunkte: Sexualwissenschaft (sexuelle Bildung, sexuelle Gewalt), biologisch-medizinische Geschlechtertheorien, Geschichte und Ethik der Medizin und Biologie, Queer-feministische und kapitalismuskritische Theorien. Wichtigste und thematisch zugehörige Publikationen: (a) Fokus Geschlecht: Making Sex Revisited (2010), Geschlecht: Wider die Natürlichkeit (2011), Intersexualität – Intersex: Eine Intervention (2012); (b) Fokus Sexualität: Biologie & Homosexualität (2013); (c) intersektionaler Fokus: Queer und (Anti-)Kapitalismus (mit Salih Alexander Wolter, 2013), Schwule Sichtbarkeit – schwule Identität: Kritische Perspektiven (gem. mit Zülfukar Çetin, 2016), Die Idee der Homosexualität musikalisieren: Zur Aktualität Guy Hocquenghems (Hg., 2018). Kontakt: voss_heinz@yahoo.de / www.heinzjuergenvoss.de .

 


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