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Vater* sein ... Eine Leerstelle in der pädagogischen Arbeit mit Jungen* und Männern*

Jugendhaus "Wartburg" Görlitz

Johannes-Wüsten-Str. 21
02826 Görlitz
Teilnehmenden-Beitrag inkl. Getränke, exkl. Mittagessen 40,00 EUR

ermäßigt: 25,00 EUR

für Studierende und auf Nachfrage

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Worum geht`s?

Vater* sein scheint für viele Jungen* aber auch für Pädagog*innen oft weit entfernt zu sein. Dennoch hat Vaterschaft eine große gesellschaftliche Relevanz und Brisanz. Brisant ist die Frage, inwieweit Väter* bei Themen wie Erziehung oder Sorgeberechtigung mitentscheiden können. Neben der rechtlichen Ebene liegt die gesellschaftliche Ebene mit entsprechenden Erwartungen an Vaterschaft, Familie und Verantwortung.
Wird es Vätern* zugetraut, dass sie sich um die Kinder kümmern, die Kleidungsgrößen ihrer Kinder im Kopf haben, kurz: Werden Väter* von pädagogischen Fachkräften eingebunden? Oder anders gefragt: Wie können wir als pädagogische Fachkräfte Väter* besser einbinden?
Mit diesen Themen sind Väter* konfrontiert und mit diesen Themen setzen sich Jungen* auseinander, wenn sie ihre Männlichkeiten entwickeln. Verdient ein guter Vater* viel Geld für die Familie oder verbringt er viel Zeit mit seinen Kindern? Wie prägen die eigenen Erfahrungen das Väter*bild  und wie beeinflussen sie die Beziehung zum eigenen Kind? Welche Bedeutung spielt Männlichkeit und Männlichkeitsbilder in diesem Zusammenhang?
Und letztendlich: Wie erreiche ich Jungen* und Väter* in der eigenen pädagogischen Praxis? Dieser Fachtag nimmt die Jungen*- und  Väter*perspektive in den Blick. Wir finden gemeinsam Antworten, die praktisches, selbstreflektierendes und herausforderndes Arbeiten möglich machen. Herzlich eingeladen sind Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe und angrenzender pädagogischer Felder, so wie Studierende.

Vortrag & Workshop 1: Men Who Care

Men who Care: Was brauchen sie – und was nicht? Das Väter*bild verändert sich rasant. Für viele Männer heute gehört es zum Selbstverständnis – oder zumindest zum guten Ton – aktive Vaterschaft zu leben. Dabei stellen sich mindestens drei Fragen: Was heißt das überhaupt, „involvierte  Vaterschaft“? Welchen Männern fällt sie leichter, welchen schwerer? Und welche Rahmenbedingungen sind dafür hilfreich?

Leiter: Markus Theunert (Leiter des nationalen Programms MenCare Schweiz und Generalsekretär von Männer.ch) Er reflektiert die heutige Situation der Väter sowohl auf  psychologischer wie auch auf politischer Ebene.

Workshop 2 „Daddy be cool - wenn ich einmal Vater bin“

Projektvorstellung mit der Perspektive von teilnehmenden Vätern* im Projekt. Laut Jugendstudien (Shell 2015/Sinus 2016) und Evaluierung des Boys Day (2012-2017 an der Frankfurt University of Applied Sciences) können sich Jungen* durchaus eine Vaterschaft in ihrem Lebensverlauf vorstellen.  Diese Vorstellungen kollidieren jedoch mit den tatsächlichen Anforderungen einer sich verändernden Gesellschaft. Projektvorstellung und Ergebnisse eines Jungen*projektes zur aktiven Vaterschaft und Familienarbeit mit Methodenvorstellung unter der Einbeziehung von teilnehmenden Vätern*.

Leiter: Marc Melcher (Diplom Pädagoge, Leiter Fokus Jungen · Fachstelle für Jungenarbeit Hessen)

Workshop 3 "Väter* in der eigenen Arbeit erreichen"

Meine langjährige Berufspraxis im Bereich der Arbeit mit Paaren - auch im Kontext familiengerichtlicher Verfahren - hat mich gelehrt, wie notwendig es ist, ein oft noch sehr tradiertes Rollenbild beider Geschlechter deutlich zu machen und damit Verständnis füreinander zu schaffen. Immer jedoch ist die gegenseitige Würdigung der jeweiligen Besonderheiten von Mann und Frau die Basis für ein aufeinander Zugehen. Ich lade Sie ein, mit mir über Wege und Möglichkeiten im Workshop zu disktuieren, damit es gut gelingen kann, Väter* als gleichberechtigte Elternteile mit einzubeziehen.

Leiterin: Petra Eichler (Supervisorin)


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