Die Landesarbeitsarbeitsgemeinschaft Jungen- und Männerarbeit Sachsen e.V. ist ein Verein, der sich für die Belange von Jungen* und Männern* in Sachsen engagiert. Die hauptamtliche Arbeit setzen die Landesfachstelle Jungenarbeit Sachsen und die Landesfachstelle Männerarbeit Sachsen um.

Was wir wollen:

  • Wir nehmen Bedarfe von Männern* und Jungen* wahr und thematisieren Männlichkeiten* als Ressource wie auch als Anforderung.
  • Wir verfolgen gemeinsam mit verbündeten Menschen in unterschiedlichsten Netzwerken das Ziel einer geschlechtergerechten Gesellschaft.
  • Wir entwickeln ein in Sachsen wahrnehmbares Profil von Jungen*- und Männer*arbeit und bringen es in regionale und bundesweite Debatten ein.
  • Gender-Studies, insbesondere Erkenntnisse der Jungen*- und Männer*forschung, sind Grundlage und Inhalt unseres professionellen Handelns.
  • Menschenrechtsorientierung und das Recht auf Diskriminierungsfreiheit sind für uns unteilbare und unverzichtbare Grundwerte unserer Arbeit. Diese zeichnet sich durch Zugewandtheit, Wertschätzung und Selbstreflexion aus.
  • Wir sind uns der Heterogenität und Brüchigkeit von Geschlecht als kollektiver Identität bewusst. Deshalb setzen wir uns für einen Dialog aller Geschlechter ein.
  • Wir thematisieren Privilegien von Jungen* und Männern* im offenen Prozess mit anderen Geschlechtern. Diese Thematisierung geschieht mit dem Wissen um geschichtliche Gewordenheit von Geschlechterhierarchien.
  • Wir erkennen an, dass unterschiedliche Männlichkeits*- und Weiblichkeits*vorstellungen als erlernte Denk- und Verhaltensweisen unser Tun prägen.

Was wir tun:

  • Wir stärken die Sensibilität für Sichtweisen von Jungen* und Männern* und vernetzen landesweit Akteur*innen der Jungen*- und Männer*arbeit.
  • Wir lenken die Aufmerksamkeit auf die Vielfalt von Geschlechtern und bringen diese Vielfalt in die fach- und gesellschaftspolitische Debatte ein.
  • Mit Fachkräften reflektieren wir geschlechtliche Anforderungen kritisch, denen Jungen* und Männer* ausgesetzt sind. Ziel ist, Jungen* und Männer* in ihrer Lebenswelt zu entlasten.
  • Wir unterstützen auf der Basis einer differenzierten Auseinandersetzung mit Männer*bildern die Entwicklung und Erweiterung von positiven, emanzipatorischen Männlichkeiten*.
  • Grenzen unserer Arbeit bestehen gegenüber menschenverachtenden Positionen. Im Besonderen grenzen wir uns gegenüber homophoben, sexistischen, so wie trans*- und inter*-feindlichen Einstellungen ab.

* Wir verwenden den Asterisk (*), um geschlechtliche Vielfalt abzubilden. Der Asterisk nimmt Menschen aller Geschlechter in den Blick, auch diejenigen, die sich weder als männlich noch als weiblich definieren. Zugleich verdeutlicht er, dass Geschlecht nicht eindeutig definier- und abgrenzbar ist.

Stand: Januar 2019