Beirat

Die Landesarbeitsgemeinschaft Jungen- und Männerarbeit Sachsen e.V. baut auf fachliche Unterstützung und eine politische Lobby. Deshalb haben wir einen Beirat einberufen, der die praktische Arbeit berät und unterstützt. Seit September 2011 ist dieser Beirat aktiv.


 

Peter Bienwald

Geschäftsführender Bildungsreferent der Landesfachstelle Jungenarbeit Sachsen

„Ich arbeite für die LAG Jungen- und Männerarbeit Sachsen e.V. als geschäftsführender Bildungsreferent der Landesfachstelle Jungenarbeit Sachsen, weil ich die Jungen*arbeit politisch und inhaltlich-fachlich voranbringen möchte. Dazu zählt eine gelingende Vernetzung regionaler Aktivitäten, flächendeckend gute Angebote für Fachkräfte der Kinder- und Jugendarbeit und die thematische Verknüpfung relevanter Themen, wie: Männlichkeit und Migration, Jungen*arbeit und Sexualpädagogik, Jungen* und ihre Geschlechtsidentität oder Jungen*arbeit und Erlebnispädagogik. Diese Themen lassen sich mit guten Kooperationen umsetzen und erlangen so ein Gewicht in der Kinder- und Jugendhilfe Sachsens.“



Bernd Heidenreich

Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz/Landesjugendamt – Referent

Männlichkeit innerhalb einer modernen Gesellschaft ist ein langes Kapitel, welches sehr oft von stereotypen Zuschreibungen lebte, als denn von einer fach- und sachgerechten Auseinandersetzung mit der Frage „Was macht Männlichkeit aus und welche gesellschaftlichen Erwartungen werden damit verknüpft?“

In Bezug auf die Jugendhilfe war dies immer eine relevante Frage, der schlussendlich im Jahre 2006 auf Initiative des Landesjugendamtes mit dem Modellprojekt „ Weiterentwicklung und Professionalisierung der Jungenarbeit in ausgewählten Bereichen der Jugendhilfe“ fokussiert und im Kontext einer wissenschaftlichen Begleitung nachgegangen wurde. Seit dieser Zeit engagiere ich mich intensiv für dieses Thema in seinen unterschiedlichen Facetten und bin stolz auf das, was nach dem erfolgreichen Abschluss des Modellprojektes im Jahr 2009 an nachhaltigen Strukturen und konzeptionellen Überlegungen jenseits althergebrachter eindimensionaler geschlechtlicher Zuschreibungen in der Fachschaft der Jugendhilfe im Freistaat Sachsen erreicht worden ist.

Insofern freut es mich besonders in diesem Beirat mitwirken zu können.



Christian Kurzke

Studienleiter Jugend an der Ev. Akademie Meißen

„Jungen und Männer sind toll, auch weil sie ganz mannigfach sind. Wir erleben eine Welt voller unterschiedlicher Entwürfe von Junge-Sein und Mann-Sein. Aber ebenso vielfältig sind die Lebensaufgaben wie auch Probleme, denen Jungen und Männer in ihrem Leben zwischen Geburt und Tod begegnen. Mit all diesen Facetten sind sie Teil unserer Gesellschaft, verhalten sich in dieser und gestalten sie. Daraus ergibt sich die Möglichkeit – aber auch Notwendigkeit – Jungen und Männer zu begleiten, sich ihnen zuzuwenden und zugleich die Vielzahl der Akteure in der Gesellschaft für Jungen- und Männerthemen zu sensibilisieren und darauf einzustellen. Dies motiviert mich seit Langem, die LAG Jungen- und Männerarbeit Sachsen e.V. stetig weiterzuentwickeln. Das Besondere daran ist, dass dies auch selbstredend ein Engagement für den Abbau der Hierarchie- und Macht- und ungleichwertigen Verhältnisse zwischen den Geschlechtern bedeutet.“



David Richter

Fachbereichsleiter Hilfen zur Erziehung  FAB e.V. Crimmitschau

Jungen*- und Männer*arbeit als normativer Bestandteil in den Feldern der Sozialen Arbeit sollte nichts Besonderes, Exotisches, Außergewöhnliches oder gar Unberechenbares sein. Dass man mit den Schlagworten Jungen* und Männer*arbeit immer noch Aufsehen erregt, ist einerseits günstig. In vielen Fällen ist es aber doch eher ein Zeichen für die Bedeutsamkeit dieses Aufgabenfeldes. Solange es also für diesen spezifischen Aufgabenbereich Unterstützer*innen braucht, sehe ich es als wichtig an, meinen Teil dazu beizutragen.

Geschlechtersensibles Agieren stellt für mich im beruflichen Kontext immer noch eine Herausforderung dar, da Tradierung und konventionelles Verstehen oft fest und starr verankert sind. Durch die berufliche Auseinandersetzung, vordergründig mit dem Thema Jungen*arbeit, kann ich einschätzen, dass erste Stufen erklommen und weitere Wege zu nehmen sind.

„Flagge zeigen“ für ein Thema von hoher Bedeutsamkeit gefällt mir grundsätzlich gut, die Herausforderung hierbei ist das Spannungsfeld zwischen gewachsenen und jungen Strukturen, zwischen gefestigten und aufgeweichten Sichtweisen, zwischen Verständnis und Ablehnung von außen. Mein Engagement in der LAG Jungen- und Männerarbeit Sachsen e.V. ist ein fester Bestandteil meines beruflichen und ehrenamtlichen Wirkens und ich freue mich auf die kommenden Herausforderungen und die vielfältigen Möglichkeiten.



Frank Scheinert

Geschäftsführender Bildungsreferent der Landesfachstelle Männerarbeit

„Ich arbeite für die LAG Jungen- und Männerarbeit Sachsen e.V., weil ich verschiedene Themen der Männerarbeit in Sachsen voranbringen möchte. Nach einer Phase ehrenamtlichen Engagements als Gründungsvorsitzender der LAG habe ich nun die Chance, mich im Hauptberuf für Männerarbeit in Sachsen zu engagieren. Neben der Vernetzung bestehender Initiativen geht es mir um eine männerpolitische Interessenvertretung gegenüber Politik, Verwaltung und der Öffentlichkeit. Thematisch arbeite ich aktuell insbesondere zu den Themen Männergesundheit, Schutzprojekte für Männer als Betroffene von häuslicher und sexueller Gewalt, die Wahrnehmung differenzierter Männlichkeits,- Frauen und Familienbilder in der aktuellen Flüchtlingsdebatte sowie um Fragen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.“



Dr. Dag Schölper

Geschäftsführer des Bundesforum Männer – Interessenverband für Jungen, Männer & Väter e. V.

„Die LAG Jungen- und Männerarbeit Sachsen bearbeitet wichtige Zukunftsfragen. Es geht um gelingendes Zusammenleben von Menschen unter sich ständig ändernden gesellschaftlichen Bedingungen. Die LAG trägt dazu bei, dass vielfältige Formen von Junge- und Mann-Sein gelebt werden können und gesellschaftliche Anerkennung finden. Das ist auch ein wichtiger Beitrag für faire Geschlechterverhältnisse. Daher freue ich mich, dass ich im Beirat der LAG mitwirken kann.“

 



copyrightMaria Conrad

Prof. Dr. Sylka Scholz

Professorin für Qualitative Methoden und Mikrosoziologie am Institut für Soziologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena

Ich beschäftige mich als Soziologin seit vielen Jahren mit dem Wandel von hegemonialen Vorstellungen von Männlichkeit. Festzustellen ist, dass Jungen immer komplexere Idee davon haben, was es heutzutage heißt, ein Junge zu sein. Diese Pluralität scheint aber beim Übergang in das Erwachsenenleben verloren zu gehen. Damit sich dies ändert, arbeite ich gern im Beirat der Landesarbeitsgemeinschaft Jungen- und Männerarbeit Sachsen e.V. mit. Wichtig ist mir, mein soziologisches Wissen in die Praxisarbeit einzubringen und umgekehrt Impulse aus der Praxis in die Universität mitzunehmen und Studierenden zu vermitteln.



Prof. Dr. Gerd Stecklina

Professur an der Hochschule für angewandte Wissenschaften München – Lehrgebiet „Theorie und Geschichte Sozialer Arbeit“



Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß

Hochschule Merseburg, FB Soziale Arbeit – Medien, Kultur, Angewandte Sexualwissenschaft

„Ich engagiere mich gern im Beirat der Landesarbeitsgemeinschaft Jungen- und Männerarbeit Sachsen e.V., weil die Arbeitsgemeinschaft wichtige Arbeit für Jungen* und Männer* leistet; und weil die Vernetzung von wissenschaftlichen und handlungsorientierten Perspektiven zeitgemäße geschlechterreflektierte Pädagogik befördert. Mir ist wichtig, Jungen* und Männer* in ihrer geschlechtlichen und sexuellen Selbstbestimmung zu unterstützen und daran mitzuwirken, dass gesellschaftlich die Individualität und Vielfältigkeit von Männlichkeitsentwürfen anerkannt wird.“

 



Beiratsarbeit

Der LAG Jungen- und Männerarbeit Sachsen e.V. in verschiedenen Beiräten vertreten:

  • Die LAG Jungen -und Männerarbeit Sachsen e.V. ist Mitglied des Fachbeirates im Bundesmodellprojekt „Mehr Männer in Kitas“.

Dieses Projekt versucht exemplarisch im Erzgebirgsraum passgenaue Maßnahmen in Kita, Ausbildungsstätten, Schulen, Agentur für Arbeit zu entwickeln, welche den Anteil an männlichen Erziehern anheben sollen. Träger dieses Modellprojektes ist der PARITÄTISCHE LV Sachsen e.V. .
Diesen Beiratssitz nimmt das Vorstandsmitglied Christoph Edgar Arnold wahr.

  • Die LAG ist weiterhin in den Fachbeirat des Modellprojektes „Mut vor Ort“ der AGJF Sachsen e.V. berufen worden.

Diesen Beiratssitz nimmt der Vorstandsvorsitzende Christian Kurzke wahr. Inhalt dieses Modellprojektes ist es u.a., mit einem geschlechtsreflektierenden Blick pädagogische Konzepte gegen Rechtsextremismus zu entwickeln.