Beirat

Die Landesarbeitsgemeinschaft Jungen- und Männerarbeit Sachsen e.V. baut auf fachliche Unterstützung und eine politische Lobby. Deshalb haben wir einen Beirat einberufen, der die praktische Arbeit berät und unterstützt. Seit September 2011 ist dieser Beirat aktiv.


 

Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß

Hochschule Merseburg, FB Soziale Arbeit – Medien, Kultur, Angewandte Sexualwissenschaft

„Ich engagiere mich gern im Beirat der Landesarbeitsgemeinschaft Jungen- und Männerarbeit Sachsen e.V., weil die Arbeitsgemeinschaft wichtige Arbeit für Jungen* und Männer* leistet; und weil die Vernetzung von wissenschaftlichen und handlungsorientierten Perspektiven zeitgemäße geschlechterreflektierte Pädagogik befördert. Mir ist wichtig, Jungen* und Männer* in ihrer geschlechtlichen und sexuellen Selbstbestimmung zu unterstützen und daran mitzuwirken, dass gesellschaftlich die Individualität und Vielfältigkeit von Männlichkeitsentwürfen anerkannt wird.“

 



Prof. Dr. Gerd Stecklina

Professur an der Hochschule für angewandte Wissenschaften München – Lehrgebiet „Theorie und Geschichte Sozialer Arbeit“



Dr. Dag Schölper

Geschäftsführer des Bundesforum Männer – Interessenverband für Jungen, Männer & Väter e. V.

„Die LAG Jungen- und Männerarbeit Sachsen bearbeitet wichtige Zukunftsfragen. Es geht um gelingendes Zusammenleben von Menschen unter sich ständig ändernden gesellschaftlichen Bedingungen. Die LAG trägt dazu bei, dass vielfältige Formen von Junge- und Mann-Sein gelebt werden können und gesellschaftliche Anerkennung finden. Das ist auch ein wichtiger Beitrag für faire Geschlechterverhältnisse. Daher freue ich mich, dass ich im Beirat der LAG mitwirken kann.“

 



Frank Scheinert

Geschäftsführender Bildungsreferent der Landesfachstelle Männerarbeit

„Ich arbeite für die LAG Jungen- und Männerarbeit Sachsen e.V., weil ich verschiedene Themen der Männerarbeit in Sachsen voranbringen möchte. Nach einer Phase ehrenamtlichen Engagements als Gründungsvorsitzender der LAG habe ich nun die Chance, mich im Hauptberuf für Männerarbeit in Sachsen zu engagieren. Neben der Vernetzung bestehender Initiativen geht es mir um eine männerpolitische Interessenvertretung gegenüber Politik, Verwaltung und der Öffentlichkeit. Thematisch arbeite ich aktuell insbesondere zu den Themen Männergesundheit, Schutzprojekte für Männer als Betroffene von häuslicher und sexueller Gewalt, die Wahrnehmung differenzierter Männlichkeits,- Frauen und Familienbilder in der aktuellen Flüchtlingsdebatte sowie um Fragen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.“



Peter Bienwald

Geschäftsführender Bildungsreferent der Landesfachstelle Jungenarbeit Sachsen

„Ich arbeite für die LAG Jungen- und Männerarbeit Sachsen e.V. als geschäftsführender Bildungsreferent der Landesfachstelle Jungenarbeit Sachsen, weil ich die Jungen*arbeit politisch und inhaltlich-fachlich voranbringen möchte. Dazu zählt eine gelingende Vernetzung regionaler Aktivitäten, flächendeckend gute Angebote für Fachkräfte der Kinder- und Jugendarbeit und die thematische Verknüpfung relevanter Themen, wie: Männlichkeit und Migration, Jungen*arbeit und Sexualpädagogik, Jungen* und ihre Geschlechtsidentität oder Jungen*arbeit und Erlebnispädagogik. Diese Themen lassen sich mit guten Kooperationen umsetzen und erlangen so ein Gewicht in der Kinder- und Jugendhilfe Sachsens.“



Bernd Heidenreich

Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz/Landesjugendamt – Referent

Männlichkeit innerhalb einer modernen Gesellschaft ist ein langes Kapitel, welches sehr oft von stereotypen Zuschreibungen lebte, als denn von einer fach- und sachgerechten Auseinandersetzung mit der Frage „Was macht Männlichkeit aus und welche gesellschaftlichen Erwartungen werden damit verknüpft?“

In Bezug auf die Jugendhilfe war dies immer eine relevante Frage, der schlussendlich im Jahre 2006 auf Initiative des Landesjugendamtes mit dem Modellprojekt „ Weiterentwicklung und Professionalisierung der Jungenarbeit in ausgewählten Bereichen der Jugendhilfe“ fokussiert und im Kontext einer wissenschaftlichen Begleitung nachgegangen wurde. Seit dieser Zeit engagiere ich mich intensiv für dieses Thema in seinen unterschiedlichen Facetten und bin stolz auf das, was nach dem erfolgreichen Abschluss des Modellprojektes im Jahr 2009 an nachhaltigen Strukturen und konzeptionellen Überlegungen jenseits althergebrachter eindimensionaler geschlechtlicher Zuschreibungen in der Fachschaft der Jugendhilfe im Freistaat Sachsen erreicht worden ist.

Insofern freut es mich besonders in diesem Beirat mitwirken zu können.



Christian Kurzke

Studienleiter Jugend an der Ev. Akademie Meißen

„Jungen und Männer sind toll, auch weil sie ganz mannigfach sind. Wir erleben eine Welt voller unterschiedlicher Entwürfe von Junge-Sein und Mann-Sein. Aber ebenso vielfältig sind die Lebensaufgaben wie auch Probleme, denen Jungen und Männer in ihrem Leben zwischen Geburt und Tod begegnen. Mit all diesen Facetten sind sie Teil unserer Gesellschaft, verhalten sich in dieser und gestalten sie. Daraus ergibt sich die Möglichkeit – aber auch Notwendigkeit – Jungen und Männer zu begleiten, sich ihnen zuzuwenden und zugleich die Vielzahl der Akteure in der Gesellschaft für Jungen- und Männerthemen zu sensibilisieren und darauf einzustellen. Dies motiviert mich seit Langem, die LAG Jungen- und Männerarbeit Sachsen e.V. stetig weiterzuentwickeln. Das Besondere daran ist, dass dies auch selbstredend ein Engagement für den Abbau der Hierarchie- und Macht- und ungleichwertigen Verhältnisse zwischen den Geschlechtern bedeutet.“





Beiratsarbeit

Der LAG Jungen- und Männerarbeit Sachsen e.V. in verschiedenen Beiräten vertreten:

  • Die LAG Jungen -und Männerarbeit Sachsen e.V. ist Mitglied des Fachbeirates im Bundesmodellprojekt „Mehr Männer in Kitas“.

Dieses Projekt versucht exemplarisch im Erzgebirgsraum passgenaue Maßnahmen in Kita, Ausbildungsstätten, Schulen, Agentur für Arbeit zu entwickeln, welche den Anteil an männlichen Erziehern anheben sollen. Träger dieses Modellprojektes ist der PARITÄTISCHE LV Sachsen e.V. .
Diesen Beiratssitz nimmt das Vorstandsmitglied Christoph Edgar Arnold wahr.

  • Die LAG ist weiterhin in den Fachbeirat des Modellprojektes „Mut vor Ort“ der AGJF Sachsen e.V. berufen worden.

Diesen Beiratssitz nimmt der Vorstandsvorsitzende Christian Kurzke wahr. Inhalt dieses Modellprojektes ist es u.a., mit einem geschlechtsreflektierenden Blick pädagogische Konzepte gegen Rechtsextremismus zu entwickeln.