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LUCA-Filmpreis 2026: „El Regalo" gewinnt beim Filmfest Dresden

20. April 2026

Auch 2026 wurde der LUCA Filmpreis im Rahmen des 38. Filmfest Dresden vergeben – mittlerweile zum neunten Mal.

Ausschnitt aus dem Gewinnerfilm 2026 "El Regalo". Drei Romnja-Frauen schauen in die Kamera.
El regalo (The Gift), R: Lara Izagirre Garizurieta. Luca-Gewinnerfilm 2026

Der diesjährige Preis ging an Lara Izagirre Garizurietas Film „El Regalo“ (Spanien, 2025).

Jurybegründung: „Der Film begleitet drei junge Frauen und nimmt dabei einen intersektional-feministischen Blick ein: Wir schauen nicht auf sie, sondern gemeinsam mit ihnen auf das rassistische System, dem sie sich entschlossen entgegenstellen müssen. Wenn sie direkt in die Kamera blicken, kehren sie die Perspektive um. Ein Film, der nicht nur Diskriminierung benennt, sondern darüber hinausgeht – und der freudig die Romnja-Gemeinschaft der Protagonistinnen Desirée Clavería Duval, Samara Jiménez Vega und Aurora Cortés Clavería feiert.“

Eine lobende Erwähnung erhielt „BAD LUCK“ von Jan Eilhardt (Deutschland, 2025):
„Dieser Film ist ein Gemeinschaftswerk, das eine vielfältige Gemeinschaft mit viel Feingefühl und einer einzigartigen künstlerischen Vision porträtiert – und dabei dem
campigen, ekstatischen Geist des klassischen Queer-Kinos Tribut zollt.“

Im Rahmen unserer Publikumsbefragung bei der Filmvorführung war „Qui part à la chasse“ von Lea Favre (Schweiz, 2025) der Favorit des Abends – ein Film, der zudem den Goldenen Reiter der Jugendjury im Internationalen Wettbewerb gewann.

Die Auswahl der nominierten Filme erfolgte durch eine Vorjury mit Vertreter*innen der preisstiftenden Initiativen. Die Entscheidung über den Gewinnerfilm wurde durch eine unabhängige Fachjury getroffen, bestehend aus Popo Fan (Filmemacher und Autor, Berlin/Beijing), Bernadette Kolonko (queerfeministische Filmemacherin, Autorin und künstlerische Forscherin, Zürich) und Maksim Andreev (Filmemacher und Schauspieler, Berlin).

Nominiert waren 2026:

  • El regalo (The Gift), R: Lara Izagirre Garizurieta · Spanien, 2025
  • Gaïa, R: Gwenola Heck · Deutschland, 2025
  • Womb, R: Ira Hetaraka · Neuseeland, 2024
  • Viel Spaß in Venedig! (Have Fun in Venice!), R: Leonard Volkmer · Deutschland, 2025
  • Qui part à la chasse (Hunting), R: Lea Favre · Schweiz, 2025
  • Bad Luck, R: Jan Eilhardt · Deutschland, 2025

 

Mehr Infos zum Festivalprogramm: filmfest-dresden.de

LUCA – Filmpreis für Geschlechtergerechtigkeit

Seit 2018 engagieren wir uns als LAG Jungen- und Männerarbeit Sachsen gemeinsam mit der LAG Queeres Netzwerk Sachsen und dem Genderkompetenzzentrum Sachsen für den LUCA Filmpreis für Geschlechtergerechtigkeit, der im Rahmen des Filmfest Dresden verliehen wird. Der Preis wurde ursprünglich zum 30. Festivaljahr ins Leben gerufen, um Filme zu würdigen, die sich kritisch, kreativ und sensibel mit Fragen der Geschlechterverhältnisse auseinandersetzen.

Seit 2020 trägt die Auszeichnung den Namen „LUCA – Filmpreis für Geschlechtergerechtigkeit“ und ist mit 2.000 Euro dotiert. Der Preis will Sichtbarkeit schaffen für Geschichten, die starre Rollenbilder aufbrechen, unterschiedliche Lebensrealitäten zeigen und sich gegen Diskriminierung und Sexismus positionieren. Im Mittelpunkt stehen Kurzfilme, die sich künstlerisch mit Geschlechtervielfalt, Selbstbestimmung und gesellschaftlichen Machtverhältnissen befassen – unabhängig von Herkunft, Sprache oder Erzählform.