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Bayern fördert zwei Männerschutzwohnungen

4. Dezember 2019

Symbolfoto Männerschutzwohnung (copyright Landesfachstelle Männerarbeit Sachsen)
Symbolfoto Männerschutzwohnung (copyright Landesfachstelle Männerarbeit Sachsen)

Hilfe kommt von der Bundesfach- und Koordinierungsstelle Männergewaltschutz

Der Freistaat Bayern fördert zwei Männerschutzwohnungen mit Trägern in Augsburg und Nürnberg. Dahinter steckt ein Gesamtkonzept zur Gewaltprävention und strukturellen Beratung. Die Bundesfach- und Koordinierungsstelle Männergewaltschutz in Dresden wird beide Projekte im Dezember zum Konzept und zur Etablierung der Männerschutzwohnungen beraten.

18 von 100 Opfern häuslicher und/oder sexualisierter Gewalt sind Männer. Bayern schafft nun für sie und ihre Kinder zwei Schutzwohnungen. „Männer, die von Gewalt betroffen sind, sollen den Schutz erhalten, den sie brauchen. Dafür schaffen wir jetzt in Kooperation mit zwei versierten Trägern zwei staatlich finanzierte Schutzwohnungen. Zudem bieten wir den Männern und ihren Kindern sozialpädagogische Begleitung und Beratung an. Damit setzen wir bundesweit Zeichen“, gab Bayerns Sozialministerin Kerstin Schreyer in München bekannt. Die Wohnung für Nordbayern wird in Nürnberg und die Wohnung für Südbayern in Augsburg entstehen.

In Nürnberg wird der Caritasverband Nürnberg e.V. bis zu drei Männern und ihren Kindern in einer Schutzwohnung einen Rückzugsraum schaffen, wenn dies aufgrund von aktueller Gewalterfahrung von Nöten ist. Hierfür erhält der Caritasverband vom Sozialministerium rund 125.000 Euro für die Einrichtung und den Betrieb der Schutzwohnung mit sozialpädagogischer Begleitung und Beratung. In Augsburg unterstützt das Sozialministerium mit rund 105.000 Euro den SKM e.V. Augsburg beim Aufbau und Betrieb einer Schutzwohnung mit zwei Plätzen.

Beide Schutzwohnungen sind Bestandteil der dritten Stufe des umfassenden bayerischen Gewaltschutz- und Gewaltpräventionskonzepts. Bayern kooperiert beim Aufbau einer Unterstützungsstruktur für von Gewalt betroffene Männer mit Nordrhein-Westfalen. Beide Länder sind sich einig, dass für diese Zielgruppe bundesweit Zeichen gesetzt werden müssen. Die dieser Meldung zugrunde liegende Pressemitteilung finden Sie hier.