Bruder, was geht?! - Geschlechterreflektierende und empowernde Arbeit mit Jungs* und jungen Männern* of Color

 

Das Projekt „Bruder, was geht“:

Das Projekt “Bruder, was geht?!” entwickelt für und mit Jungs* und jungen Männer* of Color an verschiedenen Standorten im ländlichen Raum Sachsens Bildungsangebote und Aktivitäten zur Freizeitgestaltung. Dabei soll es zum einen um die kritische Reflexion von Männlichkeit und zum anderen um Empowerment in Bezug auf gemachte Diskriminierungs- und Rassismuserfahrungen gehen.

Das Projekt läuft zunächst im Zeitraum von 2022 bis Ende 2024 und arbeitet aktuell an folgenden Standorten mit der Zielgruppe: Pirna, Heidenau, Döbeln und Riesa.

Außerdem möchte das Projekt (ab 2023 in verstärkter Form) die Bedarfe von Fachkräften zur Arbeit mit der Zielgruppe in den Blick nehmen und hier entsprechende Bildungsangebote schaffen.

 

Was sind die konkreten Ziele?

Die zwei Projektmitarbeiter setzen in Kooperation mit den Fachkräften an den Kooperationsstandorten in Pirna, Heidenau, Döbeln und im LK Meissen folgende Ziele um:

  • Reflexionsräume für die Auseinandersetzung mit toxischer Männlichkeit, stereotypen Rollenbildern, Geschlechterklischees, sexueller und geschlechtlicher Vielfalt, Macht & Dominanz, Geschlechterhierarchie, männlichen Privilegien, etc. schaffen
  • Safer Spaces für die Auseinandersetzung mit Rassismus- und Diskriminierungserfahrungen und eine Stärkung in Bezug auf einen konstruktiven Umgang für die Betroffenen mit diesen schaffen
  • Selbstwert, Selbstvertrauen und Selbstwirksamkeit der Teilnehmenden stärken
  • Einen Ort zum Wohlfühlen, Austauschen, Lernen und gegenseitig Stärken für Jungs* und junge Männer* of Color schaffen

 

Welche Prinzipien gelten bei “Bruder, was geht?!”

Die Arbeit im Projekt ist von einer rassismuskritischen Haltung geleitet. Das bedeutet einen machtkritischen Blick auf institutionelle und gesellschaftliche Verhältnisse mit der Frage, wodurch in einer Weiß-dominierten Mehrheitsgesellschaft Zugehörigkeiten und Ausschlüsse produziert werden. Wir erkennen an, dass Rassismus ein wirkmächtiger Mechanismus unserer Gesellschaft ist, welcher für bestimmte Teile der Gesellschaft Privilegien und für andere wiederum eine deprivilegierte Positionierung mit sich bringt. Hier solidarisch und empowernd mit jungen Menschen zu sein, die unter den gemachten Zuschreibungen und Ausgrenzungen zu leiden haben, ist uns ein wichtiges Anliegen!

 

Was ist noch geplant?

Neben der Zielgruppe der Jungs* und jungen Männer of Color im Alter von 13-27 Jahre haben wir auch die Fachkräfte, welche mit dieser Zielgruppe arbeiten, im Blick. So unterstützen wir die Fachkräfte an den Kooperationsstandorten mit methodischem und fachlichem Wissen zur Geschlechterreflektion und Rassismuskritik in der Planung, Umsetzung und Evaluation entsprechender Angebote.

Ab 2023 soll dann die Arbeit mit den Fachkräften intensiviert werden, indem an den Projektstandorten Vernetzungs- und Austauschmöglichkeiten geschaffen werden. Darüber hinaus sollen Fortbildungsformate für eine rassismuskritische und geschlechterreflektierende Arbeit mit Jungs* und jungen Männern* of Color entwickelt werden.

 

In welchen Fällen kann ich mich an “Bruder, was geht?!” wenden?

Folgende Unterstützungsmöglichkeiten aus dem Projekt heraus sind denkbar für:

Fachkräfte/Interessierte Öffentlichkeit:
  • fachliche Beratung für die Arbeit mit der Zielgruppe
  • Vorträge, Inputs und Workshops zu den Inhalten des Projektes
  • Fortbildungsangebote
  • Beteiligung von Podiumsdiskussionen oder anderen Veranstaltungsformaten
Jungs* und junge Männer* of Color aus dem Raum Pirna, Heidenau, Döbeln oder Riesa:
  • Möglichkeiten zur Vernetzung und Partizipation an den Angeboten
  • Unterstützung und Vermittlung bei individuellen Bedarfslagen

 

Kontakt:

Conrad Blumenstein (Projektkoordinator)

Tel.: 0351-27512812

Mobil: 0174-7401766

E-Mail: conrad.blumenstein@juma-sachsen.de

 

 

Amanos Mohammad (Projektmitarbeiter)

Tel.: 0351-27512812

Mobil: 0174-7401763

E-Mail: amanos.mohammad@juma-sachsen.de

 

 

 

 

 

 

Bruder-was-geht-Projekt-Logos