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Fortbildung zum Männerberater startet 09-2021

IPG Institut für psychosoziale Gesundheit Leipzig
Ferdinand-Rhode-Str. 34
04107 Leipzig
20 Monatsraten zu 240,00 EUR

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Männerberaterausbildung"Von Manngesicht zu Manngesicht"
Die Fortbildung zum systemischen Männerberater - Beginn: 13. September 2021

Veranstalter*innen: Landesfachstelle Männerarbeit der Landesarbeitsgemeinschaft Jungen- und Männerarbeit Sachsen e.V. /// Institut für psychosoziale Gesundheit Leipzig

„Männer haben keine Probleme, sie lösen sie.“ Das Augenzwinkern in diesem Spruch bildet eine Realität ab: Männern fällt es oft schwer Schwierigkeiten einzugestehen oder gar sich Hilfe zu suchen. So sind die Klient*innen im Bereich psychosoziale Beratung und Unterstützung überwiegend weiblich. Entsprechend sind Beratungssettings eher an Frauen als Zielgruppe ausgerichtet und haben deren Bedürfnisse und Kommunikationsformen im Blick. Viele Männer schreckt dies zusätzlich ab.
Auch unabhängig davon vermeiden sie es, in Krisensituationen eine Beratungsstelle aufzusuchen. Dinge mit sich selbst auszumachen gehört zu den Standards eines klassischen Männerbildes. Schafft mann es nicht, muss mann Wege finden, dies zu kompensieren – hier beginnt ein Teufelskreis, der in Risikoverhalten (Alkohol, Straßenverkehr) oder Gewalttätigkeit gegen sich und andere münden kann. In der Forschung wird dies wesentlich darauf zurückgeführt, dass Jungen* und Männer* beim Aufwachsen den Zugang zu ihren Gefühlen verlernen – ein Phänomen, welches sich trotz Generationswandels hartnäckig hält. Andererseits machen Männer*berater die Erfahrung, dass ihre Klienten* eine hohe Bereitschaft zeigen sich emotional mitzuteilen, wenn das Setting stimmt und der Vertrauensraum groß genug ist.

Welche Qualität muss also Beratung haben, damit sie für Männer* zugänglich wird? Wie kann sie gestaltet werden, damit ihre Inanspruchnahme auch für die Männer* Normalität wird? Die Fortbildung „Systemische Männer*beratung“ vermittelt, wie eine auf männliche Bedürfnisse zugeschnittene Beratung, Information und Begleitung umgesetzt werden kann und befähigt die Teilnehmer*, zentrale Lebensthemen von Männern* geschlechtersensibel zu bearbeiten. Mit der vielseitigen Expertise unserer in Männer*arbeit erfahrenen Trainer decken wir die große Bandbreite männlicher (Er)Lebenswelten ab und tragen zur Bereicherung der Beratungslandschaft und zum Einsatz von mehr männlichen Beratern* bei.

Auch Männer* haben Probleme – und lösen sie gemeinsam!

Zielgruppen
Männliche Berater in:

→ Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstellen, Erziehungsberatung, Familien- und Paarberatung, Schwangerschaftskonfliktberatung
→ Therapeutische und psychosoziale Beratungsstellen
→ Gesundheits- und Suchtberatungsstellen, AIDS-Hilfe, Trauerarbeit
→ Wohnungslosen-/Obdachlosenberatung, Opfer- und Täterberatungsstellen, Straffälligenhilfe
→ Berufs- und Arbeitslosenberatung, Bildungs- und Studienberatung
→ Beratung in Betrieben/Unternehmensberatung, Schuldnerberatung und nahestehende

Programm
Die Fortbildung umfasst 10 thematische Module sowie 6 zusätzliche Supervisionseinheiten. Dabei werden folgende Thematiken geschlechtersensibel reflektiert:

Modul 1: Grundlagen, Beratungskontext, Biographiearbeit 13.-15.09.2021

Modul 2: Männlichkeiten im Wandel, Sozialisation, Rollenbilder

1. Supervisionstag

Modul 3: Umgang mit Emotionen, Selbstfürsorge

2. Supervisionstag

Modul 4: Beziehungsgestaltung, Dynamiken, Sexualität

Modul 5: Gewalt, Konfliktlösungsstrategien

3. Supervisionstag

Modul 6: Familie, Vaterschaft, Care, intergenerationaler Kontext

4. Supervisionstag

Modul 7: Körper und Gesundheit, Selbstsorge

5. Supervisionstag

Modul 8: Arbeitswelt, Hierarchien, Berufsausstieg

6. Supervisionstag

Modul 9: Migration und Männlichkeiten, Medienbilder

Modul 10: Kolloquium und Abschlussfest

 

Trainer

Frank Wünsche (Leitung der Fortbildung) Erziehungswissenschaftler M.A., MSc Supervision und Coaching, Systemischer Therapeut/Familientherapeut (DGSF), Integrativer Supervisor (EAG), Lehrtherapeut für Systemische Therapie und Beratung (DGSF)

Tobias Lohs Soziale Arbeit B.A., Erlebnispädagoge, Trainer für Kompetenzfeststellung und Potentialanalyse, Systemischer Berater, Traumapädagoge

Ralf Lemke Diplom-Theologe, Systemischer Therapeut und Supervisor, Krisencoaching, emotionale Persönlichkeitsentwicklung, Körper- und SymptomAufstellungen

Oliver Wolf Dipl. Sozialpädagoge (FH), Psychologie und Psychotherapie der Familie (M.Sc. i.A.) Syst. Berater (DGSF) Syst. Supervisor (DGSF), syst. Therapeut / Familientherapeut (DGSF), Sexualpädagoge, sowie Lehrender für systemische Beratung (DGSF)

Stefan Beier Bankkaufmann, Dipl-Soziologe, Gendertrainer, Männerbildner, Körper- und Bewegungstherapeut. Vorstand der Agentur für Männer eG, Männercoach und Paarberater

Enrico Bischof Diplom Soziologe, Systemischer Einzel-, Paar- und Familien Therapeut (DGSF), Sytemischer Berater (DGSF), Case Manager (DGCC), Erziehungscoach, Männerberater

Özcan Karadeniz Politikwissenschaftler, Systemischer Berater, langjähriger Trainer im Bereich politischer Bildungsarbeit im Kontext von Migration, Diversity und Empowerment

 

Ansprechpartner für Fragen

Matthias Mack, Landesfachstelle Männerarbeit Sachsen
E-Mail: matthias.mack@juma-sachsen.de
Telefon: 0173- 26 06 591

Kosten: 4.800 EUR, aufgeteilt auf 20 Monatsraten (240 €/Monat)

Anmeldung Anmelden können Sie sich bequem, wenn Sie auf jetzt buchen klicken.
Ebenso können Sie sich per Mail anmelden: matthias.mack@juma-sachsen.de (bitte geben Sie hierbei Name, Institution, Rechnungsadresse und eine Telefonnummer an)

Die Teilnahmezahl ist auf 15 Personen begrenzt. Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie eine Bestätigungsmail von uns. Außerdem senden wir Ihnen vor dem Start der Fortbildung eine Mail mit kurzen Fragen, um Sie besser kennen zu lernen.

 

Anmeldefrist bis 01. September 2021

Überweisungen bitte auf folgendes Konto: Landesfachstelle Männerarbeit Sachsen IBAN: DE28 8505 0300 0221 0967 44 Verwendungszweck: Männerberatung, Name, Institution

*Wir kennzeichnen geschlechtliche Vielfalt mit Asterisken. Damit berücksichtigen wir die Diversität der Geschlechter und machen deutlich, dass es Lebensweisen jenseits einer eindeutigen geschlechtlichen Zuordnung gibt. Zudem wird es als Selbstbezeichnung in der LGBTIAQ*-Community genutzt.

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